Auf der Suche nach Lapplands Gold

Auf der Suche nach Lapplands Gold

Obwohl die Fundstellen der Moltebeeren – auf schwedisch Hjortron – ein gut gehütetes Geheimnis sind, konnten wir gestern Nachmittag einige pflücken. Denn auch wir kennen den ein oder anderen secret spot um das sogenannte Gold Lapplands im August zu ernten. Fertig gereift sehen die Moltebeeren aus wie kleine, goldgelbe Wölkchen. Doch bis sie soweit sind, machen sie einen Farbwechsel von zunächst grün und rot durch, bevor sie leuchtend gelb erstrahlen und goldähnlich glänzen.

Moltebeere Schwedisch Lappland

Aufgrund ihrer wolkenähnlichen Form wird die Beere im Englischen auch Cloudberry genannt. In Mitteleuropa kommt die Vitamin-C-Bombe äußerst selten vor – bei uns in Lappland gibt es sie im August allerdings in Hülle und Fülle. Vorausgesetzt man kennt ein paar gute Stellen. Die mehrjährige Pflanze bevorzugt sumpfige Standorte und kann Temperaturen bis -40°Grad überstehen.

Moltebeeren Schweden

Sind die Moltebeeren erst einmal gesammelt, geht’s an die Weiterverarbeitung. Natürlich kann man sie auch roh und ganz frisch genießen, aber die Schweden zum Beispiel lieben ihr Hjortronsylt – die Moltebeerenmarmelade. Sie wird zu vielen Gerichten gegessen – egal ob herzhaft oder süß. Eine andere Möglichkeit sind gefrorene, leicht gezuckterte Beeren als Eis oder warme Moltebeeren zum Vanilleeis dazu.

Im Winter servieren wir die Moltebeeren als Dessert in Kombination mit frischem Kladdkaka – einem sehr saftigen, typisch schwedischen Schokoladenkuchen. So kann der Abend nach einer Hundeschlittentour durch die winterliche Wildnis gemütlich und lecker ausklingen.

Moltebeeren Schweden

 

 

 

 

4 Gedanken zu „Auf der Suche nach Lapplands Gold

  1. Hej, Hej.
    einen Fehler in ihrem Bericht:
    Hjortronsylt ist nicht gleich Hjortronmarmelad.
    Unter Hjortronsylt verstehen wir in der Schweiz und auch in Schweden = Kompot. Die Konsistenz von Sylt ist viel flüssiger als Marmelade, probiert doch mal ein Glas Sylt zu kippen und im Gegensatz, die Marmelade fliesst nicht gleich aus dem Glas.
    Freundlichen Gruss
    H. Schmid

  2. Hej Heinrich,
    Vielen Dank für dein Feedback. Soweit wir wissen, gibt es in Schweden nur die Bezeichnung „sylt“. Zum Beispiel steht hier „jordgubbssylt“ auf dem Frühstückstisch.

    Als Kompot bezeichnen wir eher etwas, das aus ganzen Früchten besteht und etwas flüssiger ist. Soweit uns das bekannt ist, gibt es dieses Wort im Schwedischen aber nicht. Aber am wichtigsten ist ja, dass es schmeckt 🙂

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