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Schlagwort: Lappländische Natur

Wandern am Polarkreis: das sagen unsere Gäste

Wandern am Polarkreis: das sagen unsere Gäste

Im September letzten Jahres fand unsere erste Wanderung am Polarkreis statt. Eine Woche die Einsamkeit in der Wildnis Nordschwedens erleben und dabei Gerichte aus selbgstgedörrter Trockennahrung genießen. Das war die Idee hinter unserer neuen Sommer-Wandertour.

Wandern am Polarkreis Schweden Wildact Adventure Lappland
Unglaubliche Ausblicke im schwedischen Fjäll. © Johannes Kormann

Natürlich fragen wir uns immer wie unsere Abenteuer bei unseren Gästen ankommen und ob sie ihren Urlaub in Schweden so verbracht haben, wie sie es sich vorgestellt hatten. Aus diesem Grund haben wir unsere Teilnehmer der sommerlichen Polarkreis-Wandertour nach ihrer Meinung gefragt. Sabine und Marcus waren so freundlich und haben ihre Erlebnisse in ihren eigenen Worten für uns zusammengefasst. Vielen Dank dafür!!! Wir sind überwältigt von dem Feedback und der Zeit, die die beiden dafür aufgebracht haben. Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten, denn wir sind sehr froh über dieses ausführliche Feedback. Viel Spaß beim Lesen dieses digitalen Gästebuchs  🙂 

Sabine aus der Schweiz:

„Voller Vorfreude machte ich mich auf den Weg nach Schweden, in die Wildnis und Einsamkeit welche mich seit Jahren in ihren Bann zieht. Unseren Guide Johannes kannte ich ja schon von einer Sommertour auf den Lofoten, durch ihn bin ich auf die Fjälltour am Polarkreis aufmerksam geworden und eine andere Teilnehmerin habe ich auf einer gemeinsamen Islandreise kennengelernt. Was ich auf dieser Tour erlebte übertraf all meine Erwartungen. Die karge Landschaft, die unberührte Natur, die Farbenpracht des Herbstes welche die Blätter, Moose, Flechten und Grase in allen erdenklichen Gelb-, Orange-, Gold- und Rottönen zum Leuchten brachte, schmale Trampelpfade auf denen wir unsere schweren Rucksäcke stundenlang durch kleine Birkenwäldchen, gefolgt von eher kargen aber nicht minder faszinierenden Abschnitten oberhalb der Baumgrenze, über lange Holzstege, über reissende Flüsse und kleine Rinnsale schleppten, um am Abend ziemlich erledigt aber überglücklich in den Hütten anzukommen.

Wandern am Polarkreis Schweden Lappland Wildact Adventure
Leuchtende Farben in den Bergen am Polarkreis. © Johannes Kormann

Katzenwäsche am nahegelegenen Fluss, während Johannes schon dabei war uns ein super leckeres Abendessen zu zaubern. Die sieben Tage Arbeit die er in die Vorbereitung der Trockennahrung steckte, hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir waren ihm täglich dankbar dafür. Zum Frühstück gab es jeweils Powerfood in Form vom Porridge mit Haferflockenbrei, verfeinert mit Milchpulver, Rosinen, ein wenig Zimt und Zucker, genau das richtige um in einen neuen Tag voller Abenteuer in der Natur zu starten, weit weg von jeglicher Zivilisation. Die 800gr. Schokolade, die jeder zu Beginn der Tour zur eigenen Verfügung bekam, war auch Gold wert. Zwischendurch schnelle Energie zuführen zu können war perfekt, vor allem die Schokolade mit den gesalzenen Mandeln hat es mir angetan welche neben der gesalzene Nussmischung zusätzlich den Salzverlust ausgleichen konnte.

Wandern am Polarkreis Schweden Lappland Wildact Adventure
Schoki-Pause mit Aussicht. © Johannes Kormann

Oftmals gingen die Touren auch einfach querfeldein, was mir am meisten zusagte, Schneehühner aufschreckend, Rentiere von weitem beobachten, dazwischen ein rattern des Helikopterrotors das die Stille durchbrach. Johannes erklärte uns dass die Samen ihre Rentiere  teils mittels Helikopter zusammentrieben, um sie einerseits zu zählen, andererseits einige davon zu schlachten um das Fleisch zu essen, das Fell und die Geweihe zu Kleider oder Schmuck weiter zu verarbeiteten. In diesen 6 Tagen sind wir, ausser ein paar Jägern auf unserem Rückweg, keiner Menschenseele begegnet, also genau das was ich mir erhofft hatte.

Rentiere Lappland Wandern am Polarkreis Schweden Sommer
Rentiere in freier Wildbahn. © Sabine Weiss

Selbst wenn wir mal vom Regen eingeholt wurden, was nur an einem Tag der Fall war, konnten wir in den Hütten unsere Kleider und Schuhe über dem wärmenden Ofen trocknen, in welchem ein knisterndes Feuer loderte. Unterwegs füllten wir unsere leeren Trinkflaschen am nächstbesten Bach auf und von all den Blaubeeren konnte man sich den Bauch auch während des Gehens vollschlagen. Meine Kamera hatte ich immer griffbereit um die Eindrücke nach meiner Rückkehr mit meinen Freunden und der Familie teilen zu können oder in den schönen Erinnerungen zu schwelgen. Auf einer kleineren Tour zu einem Rentiergehege, beschlossen wir einen anderen Rückweg zu suchen, über einen ca. 6m breiten Fluss der nicht besonders tief war, jedoch auch nicht genügend Möglichkeiten bot, um ihn einfach von Stein zu  Stein trockenen Fusses zu überqueren. Also warfen wir grosse Steine in den Fluss bis wir alle sicher ans andere Ufer balancieren konnten. Das war ein tolles Erlebnis.

Wandern am Polarkreis Schweden Lappland Wildact Adventure
Flussüberquerung. © Sabine Weiss

Unterwegs gab es aber auch immer die Möglichkeit Zeit für sich alleine zu verbringen. Entweder indem ich voraus lief oder mich zurückfallen liess. 6 Tage 24h mit teils fremden Menschen, da braucht es manchmal etwas Abstand, aber auch die kleinen Hütten boten genug Rückzugsmöglichkeit, und das Badezimmer war sowieso in der freien Natur, also gab es kein Schlange stehen vor der Dusche, nur ab und zu war das Plumpsklo besetzt.

Zurück im B&B kamen wir am letzten Abend in den Genuss von Rentierburgern welche für uns in der Grillkota am See  zubereitet wurden. Dazu gab es feinen Preiselbeersaft und zum Dessert Brownies. Ein Gedicht… Das Essen, welches sehr zu einer gelungenen Tour beigetragen hat, war ausserordentlich gut.

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Zurück im Wild B&B: Rentierburger mit Fleisch aus der Region Arvidsjaur. © Johannes Kormann

Sei es das große Frühstücksbuffet im B&B, mit frischgebackenem Brot, Zopf und Knäckebrot, oder die selbstgemachten Marmeladen, verschiedenen Käsesorten und Aufschnitte, oder die Kochkünste von Johannes welcher mich von der Dörrnahrung überzeugen konnte. Wenig Gewicht das man mitschleppen muss und trotzdem superfeines und nahrhaftes Essen, einfach herrlich!

Wild B&B Wildact Adventure Frühstück Essen Lappland Sommer Schweden
Frühstück im Wild B&B. © Johannes Kormann

Am Sonntag verabschiedete ich mich von meinen Reisebegleitern, welche zurück nach Deutschland flogen, ich blieb noch eine weitere Woche im B&B und genoss es, in der näheren Umgebung querfeldein die Wälder, Seen und Sümpfe zu erkunden wo es weitere überraschende Begegnungen mit Rentieren gab. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen! Vielen Dank!“

Marcus aus Thüringen:

„Wir waren eine kleine Gruppe von 4 Personen + unserem Führer Johannes. Zwei Frauen, meine Partnerin und ich. Wir zwei, beide fast Ende 40, waren wanderunerfahren, aber sonst ganz gut fit. Insbesondere der erste Tag hatte es jedoch für uns in sich.

Die ungewohnte Belastung, Rucksäcke mit ca. 15 kg Gewicht und eine wahrscheinlich nicht gute Lauftechnik (den Berg runter) führten dazu, dass wir 8-9 Stunden unterwegs waren und an unsere Belastungsgrenze kamen. Auch der Knieschmerzen wegen. In der Dämmerung kamen wir endlich an und ich hatte nichts anderes mehr im Sinn, als mich in eines der Doppelstock-Betten zu legen. Puh, war ich fertig.

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Marcus auf Mitbringsel-Jagd im Fjäll. © Sabine Weiss

Die Stimmung war gut und Johannes verstand es, uns mit seiner ruhigen und zurückhaltenden Art bei guter Laune zu halten.

Ab dem zweiten Tag wurde es dann (bei mir) besser und ich arbeitete mich von der Nachhut nach vorne. 😉 Die Schmerzen waren alle weg und der Rucksack wurde immer leichter. Meine damalige Partnerin hielt ohne Worte durch, obwohl sie nicht ganz schmerzfrei wurde. Auch dafür heute noch meine Anerkennung und Dank!

Wandern am Polarkreis Schweden Fjäll Sommer
Karge Landschaft und eindrucksvolle Farben. © Sabine Weiss

Die Hütten, allesamt Jägerhütten, waren sehr einfach und bestanden aus 3 Räumen, zwei „Schlafzimmern“ mit jeweils einem Doppelstockbett und einem Gemeinschaftsraum in dem gekocht, gegessen und sich aufgehalten wurde. Und der nachts teilweise Johannes als Schlafplatz diente, wenn er es nicht vorzog draußen auf der Veranda zu übernachten.

Separat gab es immer ein Klohäuschen und ich weiß noch, dass ich zum ersten Mal einen Klositz aus Styropor kennengelernt und für gut befunden habe, da man dann keinen kalten Hintern bekam. 😉

Wandern am Polarkreis Schweden Wildact Adventure Lappland
Basislager: einfache Hütte mitten im Nirgendwo. © Johannes Kormann

Frühmorgens ging es mit dem Kulturbeutel zum Waschen an den Bach oder Teich und ich habe die frische Luft und das kalte Wasser gerne gemocht.

Das Wetter war viel besser als erwartet und wir hatten viel Sonnenschein und nur wenig Nieselregen. Öfters bin ich nur mit einem T-Shirt bekleidet gewandert. Und nachdem die Mücken schon müde oder nicht mehr da waren wurde ich auch gar nicht gestochen. Die Natur war schön, meist karg und überall war Wasser zu sehen, was ich liebe.

Wandern am Polarkreis Wildact Adventure Schweden Lappland
Rauschende Flüsse aus denen man problemlos trinken kann. © Johannes Kormann

Johannes hat sich sehr gut um uns gekümmert. Immer Rücksicht genommen und sich dem Lauftempo der Gruppe angepasst. Besonders gut bleibt mir auch in Erinnerung, dass er viel unterschiedliches Essen vor der Reise vorbereitet (getrocknet) hatte und uns jeden Abend mit Leckereien verwöhnt hat. Er hat sich hier viel Aufwand und Mühe gemacht. Von Nudeln mit Nüssen über Rentierfleisch mit Bohnen.

Wandern am Polarkreis Trekkingfood Schweden Lappland
Hausgemachte Wandernahrung: Rentierfleisch mit Bohnen „to go“.

Auch das Frühstück war sehr abwechslungsreich und auch mit mitgenommen selbstgebackenem Brot. Wobei, einmal hat Johannes auch noch ein Pfannenbrot (ähnlich Fladenbrot) gebacken.

Wandern am Polarkreis Schweden Wildact Adventure Lappland
Frisches Pfannenbrot. © Sabine Weiss

Insgesamt war es eine schöne und auch nicht zu anstrengende Woche, die ich gut in Erinnerung habe und für die ich mich nochmals bei Johannes für die gute Betreuung, Organisation und „Pflege“ bedanken möchte.

Wandern am Polarkreis Schweden Wildact Adventure Lappland
Energietanken. © Johannes Kormann

Und weil es mir gut gefallen hat, habe ich gerade erst in ein Zelt, eigenen Rucksack und gute Isomatte + Schlafsack investiert, damit ich bald die erste Mehrtages-Wanderung bei mir zuhause machen kann.

Viele Grüße aus Thüringen, Marcus“

2017 geht diese Sommertour in die 2. Saison und wir haben die Route nochmal leicht verändert. Die erste Etappe führt uns dieses Jahr direkt zu unserer Hütte, welche uns die folgenden 4 Tage als Basislager dient. Den letzten Tag können unsere Gäste nutzen, um eine weitere geführte Aktivität mit uns auszuprobieren (im Preis inbegriffen).

Wir freuen uns auch dieses Jahr auf zwei spannende und garantiert abwechslungsreiche Wandertouren am Polarkreis 🙂

Auf der Suche nach den geheimnisvollen Nordlichtern

Auf der Suche nach den geheimnisvollen Nordlichtern

Ein ganz besonderer Zauber

Seit fast 10 Jahren leben wir in Schwedisch Lappland, doch trotzdem haben wir uns noch nicht vollständig an den Anblick der sagenumwobenen Polarlichter hier in Arvidsjaur gewöhnt. In klaren Winternächten ist die Stimmung bei uns hoch oben im Norden wie verzaubert. Wenn die bunten Nordlichter über Lappland tanzen, erstrahlt der Himmel über unserer Huskyfarm in Storberg in schillernden Farben. Dabei reicht die Farbpalette von grün und gelb bis hin zu violett oder rot. Manchmal spannen sich feine Farbschleier ganz sanft und fast bewegungslos über den Sternenhimmel. Die Nordlichter können aber auch intensiv und schnell am Himmel funkeln.

Nordlichter Schwedisch Lappland Arvidsjaur Wildact Adventure
© Johannes Kormann

Dem Mythos auf der Spur: hohe Aktivität Ende Dezember

Ähnlich wie für das Wetter, gibt es auch eine Nordlichtvorhersage. Diese wird jeweils für 3 Tage in Folge veröffentlicht und in sogenannten KP-Indexzahlen angegeben. Gerade bewegt sich wieder ein recht starker Sonnensturm auf die Erde zu, sodass am 30.12. und 31.12.2016 eine hohe Nordlichtaktivität erwartet wird. Auf unseren Nordlichttouren geben wir euch einen Einblick in den Mythos um die Polarlichter und unser Guide erklärt euch die Entstehung dieses Himmelsphänomens. Noch dazu gibt es eine kurze Einführung in die Besonderheiten der Nordlichtfotografie. Danach könnt euch eines unserer Stative schnappen und Erinnerungsfotos knipsen.

Der Wetterbericht für den 30.12. und 31.12. beinhaltet momentan noch etwas mehr Wolken als uns lieb ist, aber wir bleiben gespannt und warten ab was passiert. Wir freuen uns auf euch!

Nordlichttour Schweden Arvidsjaur
© Johannes Kormann
Aurora Polarlicht Nordlicht Schweden Arvidsjaur
© Johannes Kormann // Im schwedischen Gebirge.
Trockenübung: hausgemachtes Trekking-Food

Trockenübung: hausgemachtes Trekking-Food

Was macht eine Wanderung zum Genuss? Das richtige Wetter, die richtige Landschaft und: Das richtige Essen. Es ist allerdings nicht so einfach, auf Mehrtagestouren, in entlegenen Gebieten mit viel Gepäck, auch noch Zutaten für ein ordentliches Gericht mitzuschleppen. Die einzige Lösung: Trekking-Food. Das gibt’s in vielen bunten Verpackungen, mal weniger, mal mehr schmackhaft, leicht zuzubereiten und kalorienreich. Für einen kleinen Wochenend-Trip ist das sicherlich noch eine Lösung, doch nach drei bis vier Tagen kommen die Geschmacksnerven schon mal an ihre Grenzen.

Warum also nicht selber machen? Denn fast jedes Gericht auf das man Lust hat, lässt sich Zuhause herstellen. Lecker, konserviert, leicht, vitamin- und kalorienreich. Was man dazu braucht, ist ein Dörrgerät oder einen Backofen (der verbraucht allerdings mehr Energie), eine gute Vorbereitung und Zeit. Ein bisschen Kreativität für die Zusammenstellung der Gerichte ist auch von Vorteil. Und die Liste ist lang: Rentierfleisch, Bohnen, Möhren, Mais – beinah alles was Wasser enthält (und nicht viel Fett!) kann getrocknet und dadurch lange haltbar gemacht werden. Hier seht ihr z.B. fertig gedörrte Preiselbeeren, Bohnen, Zwiebeln und Rentierfleisch auf den Dörr-Sieben.

Trekkingfood Dörren Schwedisch Lappland

Und wie geht’s genau?

Wir haben uns im letzten Jahr viele Gedanken gemacht und einige Trekking-Menüs zusammengestellt und ausprobiert. Bevor es aber ans Trocknen geht, müssen die richtigen Vorbereitungen getroffen werden. Man muss zunächst den erwarteten Bedarf an Kalorien (hängt jeweils von der Tour ab) kalkulieren und dabei beachten, dass die Menüs genügend Vitamine und gesunde Fette sowie ausreichend Kohlehydrate und Eiweiß enthalten. Und schmecken darf es auch. Wenn dieser Plan steht, dann können die Gerichte zusammengestellt und die Zutaten eingekauft werden. 

Zuhause mit dem Einkauf angekommen, werden die Zutaten vorbereitet (waschen, schneiden, blanchieren, braten etc.) und anschließend wird ihnen mit Hilfe eines Dörrautomats das Wasser entzogen. Dazu werden die Zutaten auf den verschiedenen Sieben verteilt und übereinander auf das Dörrgerät gestapelt. 

Durch das Dörren werden die Lebensmittel auf natürliche Weise konserviert und die Vitamine bleiben aufgrund niedriger Dörrtemperaturen erhalten. Richtig getrocknete Zutaten können somit über Jahre hinweg haltbar gemacht werden. Es kommt vor, dass sich die Farbe und Form der Lebensmittel verändert, das hängt mit dem Wasserentzug zusammen. Möhrenscheiben z.B. sind nach dem Dörren sehr kreativ geformt  😉

Möhren Trekking Food Dörren Schwedisch Lappland

Noch dazu verlieren die Zutaten extrem an Gewicht, weswegen sie sich natürlich bestens als Tourennahrung eignen. So werden aus 710g Dosenmais mal schnell 159g – der Outdoorversion vom Chili con carne steht also überhaupt nichts mehr im Weg.

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Und wie sieht es aus mit einem samischen Klassiker: Renskav (Rentierfleisch) mit grünen Bohnen und Preiselbeeren? Kein Problem, denn fast alles ist möglich. Für die Zubereitung benötigt ihr zusätzlich Wasser, frischen Knoblauch, Gewürze und etwas Öl. Für eine sahnige Note kann man noch etwas Milchpulver hinzugeben.

Renskav Trekking-Food Wildact Adventure Schweden

Ihr könnt also eure Lieblingsgerichte bequem auf dem nächsten Trip dabei haben und sie in der Natur genießen. Hier kochen wir z.B. ein leckeres Gemüsecurry mitten in Schwedisch Lappland.

Dörressen Trekkingfood Wildact Adventure

Trekkingfood Dörressen Wildact Adventure Schweden

Viel Spaß beim Ausprobieren!

P.S. Man kann durch Dörren übrigens auch sehr gut die Gartenernte oder Pilz-Ausbeute haltbar machen. Und wer keine Lust und Zeit hat selbst zu trocknen, kann unsere leckeren Menüs beim Wandern am Polarkreis genießen.

 

Ein alter Freund kehrt zurück.

Ein alter Freund kehrt zurück.

Vorfreudig haben wir unseren treuen Begleiter erwartet. Jetzt ist er da und wird so schnell nicht wieder gehen. Auch wenn wir noch Einiges auf unserer Baustelle zutun haben, freuen wir uns über den Wintereinbruch. In den letzten Tagen ging alles sehr schnell, deswegen gibt es heute einen kleinen Rückblick in Bildern für euch.

Etwa vor einer Woche war der Jeärttájávrrie – der See am Fuße unserer Huskyfarm – noch offen, und die leicht schneebedeckten Berge spiegelten sich im glasklaren Wasser.

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Und theoretisch hätten wir mit unserem Ruderboot noch ein Ründchen drehen können…

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Doch dann, ganz leise und in nächtlicher Kälte, legte sich eine respektable Eisschicht auf die Seen.

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Und während bei uns im Tal noch ein leichter Hauch vom Herbst zu spüren war, war auf unserem Hausberg – dem Akkanålke – schon der Wintereinbruch angekommen.

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Oft zeigt sich das schöne Schwedisch Lappland von einer sehr märchenhaften Seite – so auch am gestrigen Samstag. Die Wälder sind mittlerweile schon stärker verschneit und die Novembersonne zeichnet einen weichen, goldenen Schimmer in den Schnee.

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Und genau aus diesem Grund, können die Sonnenuntergänge magisch sein. Zuerst färbt sich alles ganz sanft gelb und orange…

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… und kurz darauf wird der Himmel tief rot bis pink.

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Wir freuen uns auf die Rückkehr des Winters und starten gut gelaunt die neue Saison.

Mehr Infos findet ihr auf unserer Website.
Bis bald  🙂

Auf der Suche nach Lapplands Gold

Auf der Suche nach Lapplands Gold

Obwohl die Fundstellen der Moltebeeren – auf schwedisch Hjortron – ein gut gehütetes Geheimnis sind, konnten wir gestern Nachmittag einige pflücken. Denn auch wir kennen den ein oder anderen secret spot um das sogenannte Gold Lapplands im August zu ernten. Fertig gereift sehen die Moltebeeren aus wie kleine, goldgelbe Wölkchen. Doch bis sie soweit sind, machen sie einen Farbwechsel von zunächst grün und rot durch, bevor sie leuchtend gelb erstrahlen und goldähnlich glänzen.

Moltebeere Schwedisch Lappland

Aufgrund ihrer wolkenähnlichen Form wird die Beere im Englischen auch Cloudberry genannt. In Mitteleuropa kommt die Vitamin-C-Bombe äußerst selten vor – bei uns in Lappland gibt es sie im August allerdings in Hülle und Fülle. Vorausgesetzt man kennt ein paar gute Stellen. Die mehrjährige Pflanze bevorzugt sumpfige Standorte und kann Temperaturen bis -40°Grad überstehen.

Moltebeeren Schweden

Sind die Moltebeeren erst einmal gesammelt, geht’s an die Weiterverarbeitung. Natürlich kann man sie auch roh und ganz frisch genießen, aber die Schweden zum Beispiel lieben ihr Hjortronsylt – die Moltebeerenmarmelade. Sie wird zu vielen Gerichten gegessen – egal ob herzhaft oder süß. Eine andere Möglichkeit sind gefrorene, leicht gezuckterte Beeren als Eis oder warme Moltebeeren zum Vanilleeis dazu.

Im Winter servieren wir die Moltebeeren als Dessert in Kombination mit frischem Kladdkaka – einem sehr saftigen, typisch schwedischen Schokoladenkuchen. So kann der Abend nach einer Hundeschlittentour durch die winterliche Wildnis gemütlich und lecker ausklingen.

Moltebeeren Schweden